Für Ballettdirektorin Dominique Dumais beginnt mit jeder neuen Spielzeit eine Reise ins Unbekannte, voller künstlerischer Möglichkeiten und anregender Begegnungen.
RÉSONANCES CHOPIN
Es gibt eine Vielzahl von Ballettwerken und Choreografien zu den Stücken Frédéric Chopins. Der intime Charakter seiner Klavier-Kompositionen und deren Poesie sind immer wieder ein Quell der Inspiration für Tanzschaffende. 2008 schuf Dominique Dumais das Stück Résonances Chopin. „Der klare, fast kristallene Ausdruck und die nuancenreichen Stimmungen in den Klavierwerken Chopins faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Seine kurzen Klavierstücke scheinen das wesentliche Moment eines Gefühls destilliert zu haben und wie in Miniaturerzählungen darzustellen.“ Die Musik soll buchstäblich in die Choreografie eingebunden sein, während die tanzenden Körper als Resonanzkörper der Musik dienen. Dafür ist ein Flügel in einer Vertiefung der Bühne und im Zentrum des tänzerischen Geschehens platziert. „Chopins Musik geht mit Tanz ein wunderbares Zusammenspiel ein, denn beide umfassen so viele feine Töne zwischen dramatischer Lebendigkeit und lyrischem Verweilen“, so Dumais. Die Choreografie spielt mit den Resonanzen, die sich zwischen der Musik und der Körperlichkeit des Tanzes entwickeln. Die Ballettdirektorin überarbeitet ihr frühes Werk nun für die Würzburger Tanzcompagnie und die Theaterfabrik Blaue Halle, wo es am 7. November zur Premiere kommen soll. Es ist eine Wiederbegegnung mit dem zeitlosen Klavierkünstler.
IT’S ABOUT TIME
Ab dem 20. März ist der Tanz auch im Kleinen Haus zu sehen: It’s About Time präsentiert Werke von Gastchoreografinnen und -choreografen sowie von Dominique Dumais. Mit mehrteiligen Programmen dieser Art erhält das Publikum unterschiedliche Perspektiven auf eine Thematik und zugleich die Möglichkeit, die Tänzerinnen und Tänzer in der Umsetzung verschiedener choreografischer Handschriften zu erleben. Wie der Titel erahnen lässt, geht es hier um das Thema Zeit. Unser Alltag scheint immer schnelllebiger zu werden, Begriffe wie Zeiteffizienz sind in aller Munde. Aber haben wir tatsächlich einen Einfluss auf Zeit? Zeit ist ein vom Menschen konstruiertes, strukturelles System, das an Zyklen der Naturgesetze anknüpft, von Jahres- und Tageszeiten, bis zu den Gezeiten des Meeres. Auch unsere Körper folgen einem zeitlichen Rhythmus, angefangen mit unserem Herzschlag und Atem. Dabei erdet unser Körper uns im Jetzt. Berührung, d.h. eine geteilte physische Erfahrung scheint die Zeit für einen Moment stillstehen zu lassen. Erinnerungen sind unsere Verbindung zu vergangenen Zeiten, während wir Pläne für die Zukunft aufstellen. Im Tanz sind Bewegungen zeitlich strukturiert nach einem Tempo, etwa durch Musik, Rhythmus oder in einem gemeinsamen Atem. Choreografie ist definiert als Bewegung in Zeit und Raum. Als performative Kunst ist der Tanz ebenso wie Zeit ephemer. Jeder Moment ist im Jetzt der Aufführung einzigartig.
TANZXPERIMENT
Das TanzXperiment geht auf seine nächsten Expeditionen, ob als Improvisationsabende mit Live-Musikerinnen und -Musikern oder als von den Tänzerinnen und Tänzern gestaltete choreografische Workshops, bei denen sie eigene choreografische Arbeiten und ihre individuellen künstlerischen Visionen präsentieren.
ODYSSEE!
Eine spannende Reise wird sicher auch das spartenübergreifende Stadtraumprojekt Odyssee!. „Es ist immer sehr bereichernd, gemeinsam mit allen Abteilungen unseres Theaters in den Austausch zu treten und zusammen Ideen zu entwickeln. Und wir freuen uns darauf, auch gemeinsam mit Ihnen, liebes Publikum, unsere Stadt neu zu erkunden“, so Dominique Dumais.
RÉSONANCES CHOPIN
Es gibt eine Vielzahl von Ballettwerken und Choreografien zu den Stücken Frédéric Chopins. Der intime Charakter seiner Klavier-Kompositionen und deren Poesie sind immer wieder ein Quell der Inspiration für Tanzschaffende. 2008 schuf Dominique Dumais das Stück Résonances Chopin. „Der klare, fast kristallene Ausdruck und die nuancenreichen Stimmungen in den Klavierwerken Chopins faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Seine kurzen Klavierstücke scheinen das wesentliche Moment eines Gefühls destilliert zu haben und wie in Miniaturerzählungen darzustellen.“ Die Musik soll buchstäblich in die Choreografie eingebunden sein, während die tanzenden Körper als Resonanzkörper der Musik dienen. Dafür ist ein Flügel in einer Vertiefung der Bühne und im Zentrum des tänzerischen Geschehens platziert. „Chopins Musik geht mit Tanz ein wunderbares Zusammenspiel ein, denn beide umfassen so viele feine Töne zwischen dramatischer Lebendigkeit und lyrischem Verweilen“, so Dumais. Die Choreografie spielt mit den Resonanzen, die sich zwischen der Musik und der Körperlichkeit des Tanzes entwickeln. Die Ballettdirektorin überarbeitet ihr frühes Werk nun für die Würzburger Tanzcompagnie und die Theaterfabrik Blaue Halle, wo es am 7. November zur Premiere kommen soll. Es ist eine Wiederbegegnung mit dem zeitlosen Klavierkünstler.
IT’S ABOUT TIME
Ab dem 20. März ist der Tanz auch im Kleinen Haus zu sehen: It’s About Time präsentiert Werke von Gastchoreografinnen und -choreografen sowie von Dominique Dumais. Mit mehrteiligen Programmen dieser Art erhält das Publikum unterschiedliche Perspektiven auf eine Thematik und zugleich die Möglichkeit, die Tänzerinnen und Tänzer in der Umsetzung verschiedener choreografischer Handschriften zu erleben. Wie der Titel erahnen lässt, geht es hier um das Thema Zeit. Unser Alltag scheint immer schnelllebiger zu werden, Begriffe wie Zeiteffizienz sind in aller Munde. Aber haben wir tatsächlich einen Einfluss auf Zeit? Zeit ist ein vom Menschen konstruiertes, strukturelles System, das an Zyklen der Naturgesetze anknüpft, von Jahres- und Tageszeiten, bis zu den Gezeiten des Meeres. Auch unsere Körper folgen einem zeitlichen Rhythmus, angefangen mit unserem Herzschlag und Atem. Dabei erdet unser Körper uns im Jetzt. Berührung, d.h. eine geteilte physische Erfahrung scheint die Zeit für einen Moment stillstehen zu lassen. Erinnerungen sind unsere Verbindung zu vergangenen Zeiten, während wir Pläne für die Zukunft aufstellen. Im Tanz sind Bewegungen zeitlich strukturiert nach einem Tempo, etwa durch Musik, Rhythmus oder in einem gemeinsamen Atem. Choreografie ist definiert als Bewegung in Zeit und Raum. Als performative Kunst ist der Tanz ebenso wie Zeit ephemer. Jeder Moment ist im Jetzt der Aufführung einzigartig.
TANZXPERIMENT
Das TanzXperiment geht auf seine nächsten Expeditionen, ob als Improvisationsabende mit Live-Musikerinnen und -Musikern oder als von den Tänzerinnen und Tänzern gestaltete choreografische Workshops, bei denen sie eigene choreografische Arbeiten und ihre individuellen künstlerischen Visionen präsentieren.
ODYSSEE!
Eine spannende Reise wird sicher auch das spartenübergreifende Stadtraumprojekt Odyssee!. „Es ist immer sehr bereichernd, gemeinsam mit allen Abteilungen unseres Theaters in den Austausch zu treten und zusammen Ideen zu entwickeln. Und wir freuen uns darauf, auch gemeinsam mit Ihnen, liebes Publikum, unsere Stadt neu zu erkunden“, so Dominique Dumais.
Neue Gesichter in der Tanzcompagnie

Jade Ribaud | Foto: Privat
Jade Ribaud stammt ursprünglich aus Nizza (Frankreich) und wuchs zudem in Stockholm (Schweden) auf.
„Was mich zur Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters geführt hat, ist der schon lange gehegte Wunsch, mit Dominique Dumais zusammenzuarbeiten. Ich verfolge ihre künstlerische Arbeit schon seit langer Zeit und bewundere zutiefst die Sensibilität, Klarheit und emotionale Tiefe ihrer Choreografien. Da meine Eltern in Stuttgart leben, hatte ich die Möglichkeit, problemlos nach Würzburg zu reisen, um das Ensemble kennenzulernen. Dominiques künstlerische Vision hat mich sofort angesprochen, und je mehr ich von ihrer Arbeit erfuhr, desto stärker wurde diese Verbindung – und ich bin so glücklich und dankbar, jetzt hier zu sein!“
Den Beruf als professionelle Tänzerin sieht Jade Ribaud als Privileg, Dinge in Bewegung auszudrücken zu können, die sich manchmal nicht in Worte fassen lassen. Zudem bedeute es für sie, die eigenen Grenzen auszutesten und sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen. Tanzen sei außerdem auch eine Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten, Geschichten zu teilen und immer wieder Neues über sich selbst zu entdecken. „Ich schätze mich sehr glücklich, jeden Tag das tun zu können, was ich liebe.“
Jade fing bereits in jungen Jahren mit dem Tanzen an, da ihre Eltern selbst Balletttänzer waren. Sie wollte tanzen können wie ihre Mutter, aber auch wie Michael Jackson. „Ich bin in Tanzstudios, Theatern und bei Proben aufgewachsen. Der Tanz war schon immer ein Teil meines Lebens.“
Jade kam bereits für die Produktion Vox et Spiritus in der Spielzeit 2025/26 als Krankheitsvertretung ans Mainfranken Theater. Wir freuen uns, sie nun als festes Mitglied der Tanzcompagnie in Würzburg begrüßen zu dürfen.
„Was mich zur Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters geführt hat, ist der schon lange gehegte Wunsch, mit Dominique Dumais zusammenzuarbeiten. Ich verfolge ihre künstlerische Arbeit schon seit langer Zeit und bewundere zutiefst die Sensibilität, Klarheit und emotionale Tiefe ihrer Choreografien. Da meine Eltern in Stuttgart leben, hatte ich die Möglichkeit, problemlos nach Würzburg zu reisen, um das Ensemble kennenzulernen. Dominiques künstlerische Vision hat mich sofort angesprochen, und je mehr ich von ihrer Arbeit erfuhr, desto stärker wurde diese Verbindung – und ich bin so glücklich und dankbar, jetzt hier zu sein!“
Den Beruf als professionelle Tänzerin sieht Jade Ribaud als Privileg, Dinge in Bewegung auszudrücken zu können, die sich manchmal nicht in Worte fassen lassen. Zudem bedeute es für sie, die eigenen Grenzen auszutesten und sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen. Tanzen sei außerdem auch eine Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten, Geschichten zu teilen und immer wieder Neues über sich selbst zu entdecken. „Ich schätze mich sehr glücklich, jeden Tag das tun zu können, was ich liebe.“
Jade fing bereits in jungen Jahren mit dem Tanzen an, da ihre Eltern selbst Balletttänzer waren. Sie wollte tanzen können wie ihre Mutter, aber auch wie Michael Jackson. „Ich bin in Tanzstudios, Theatern und bei Proben aufgewachsen. Der Tanz war schon immer ein Teil meines Lebens.“
Jade kam bereits für die Produktion Vox et Spiritus in der Spielzeit 2025/26 als Krankheitsvertretung ans Mainfranken Theater. Wir freuen uns, sie nun als festes Mitglied der Tanzcompagnie in Würzburg begrüßen zu dürfen.

Alonso Núnez Quirós | Foto: Jack Cooper
Alonso Núnez Quirós kommt ursprünglich aus Costa Rica und tanzte die letzten fünf Jahre in München. Er verfolgt die Arbeit von Dominique Dumais und dem Würzburger Tanzensemble seit mehreren Jahren und hegte schon länger den Wunsch, ein Teil der Compagnie zu werden.
„Der Tanz ist für mich – neben meiner Familie – die größte Konstante in meinem Leben. Etwas, auf das ich mich immer verlassen kann, um auf dem Boden zu bleiben. Der Tanz ist meine größte Leidenschaft, seit ich mich erinnern kann (sogar schon Jahre bevor ich meinen ersten Tanzkurs besucht habe).“
Seit er sich erinnern kann, habe er in seinem Zimmer und bei jeder nur erdenklichen Schulveranstaltung getanzt, aber seinen ersten Tanzkurs habe er erst mit 17 Jahren besucht. Damals war es ein neues Hobby, das ihn aber von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Da in Costa Rica die Möglichkeiten für professionellen Tanz eher gering sind, orientierte er sich bald nach Deutschland, mit dem Ziel, an einem der hiesigen Theater zu arbeiten. „Ein Traum, der mir einst völlig unmöglich erschien, und nun eine großartige Belohnung ist, nach vielen Opfern, die nötig waren, um diesen Weg einzuschlagen.“
Alonso erklärt, er sei immer wieder aufs Neue von Tanzschaffenden um sich herum inspiriert. „Wenn ich beobachte, wie sich die Einzelnen in ihrem ganz eigenen Stil bewegen, wenn ich ihren Perspektiven zuhöre und Ratschläge aus ihren Erfahrungen annehme – ich habe so viel von den vielen Künstlerinnen und Künstlern gelernt, mit denen ich in verschiedenen Phasen meines Weges und meiner Karriere zusammengewirkt habe.
Alonso startet ab Juli gemeinsam mit dem Würzburger Tanzensemble in die Vorproben für die nächste Spielzeit und wird ab November in Résonances Chopin auf der Bühne der Blauen Halle zu sehen sein.
„Der Tanz ist für mich – neben meiner Familie – die größte Konstante in meinem Leben. Etwas, auf das ich mich immer verlassen kann, um auf dem Boden zu bleiben. Der Tanz ist meine größte Leidenschaft, seit ich mich erinnern kann (sogar schon Jahre bevor ich meinen ersten Tanzkurs besucht habe).“
Seit er sich erinnern kann, habe er in seinem Zimmer und bei jeder nur erdenklichen Schulveranstaltung getanzt, aber seinen ersten Tanzkurs habe er erst mit 17 Jahren besucht. Damals war es ein neues Hobby, das ihn aber von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Da in Costa Rica die Möglichkeiten für professionellen Tanz eher gering sind, orientierte er sich bald nach Deutschland, mit dem Ziel, an einem der hiesigen Theater zu arbeiten. „Ein Traum, der mir einst völlig unmöglich erschien, und nun eine großartige Belohnung ist, nach vielen Opfern, die nötig waren, um diesen Weg einzuschlagen.“
Alonso erklärt, er sei immer wieder aufs Neue von Tanzschaffenden um sich herum inspiriert. „Wenn ich beobachte, wie sich die Einzelnen in ihrem ganz eigenen Stil bewegen, wenn ich ihren Perspektiven zuhöre und Ratschläge aus ihren Erfahrungen annehme – ich habe so viel von den vielen Künstlerinnen und Künstlern gelernt, mit denen ich in verschiedenen Phasen meines Weges und meiner Karriere zusammengewirkt habe.
Alonso startet ab Juli gemeinsam mit dem Würzburger Tanzensemble in die Vorproben für die nächste Spielzeit und wird ab November in Résonances Chopin auf der Bühne der Blauen Halle zu sehen sein.
